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Dating-Begriffe erklärt — das große Glossar der Dating-Sprache
Dating-Begriffe von Ghosting bis Situationship einfach erklärt: das Glossar der modernen Dating-Sprache mit allen wichtigen Trends und ihrer Bedeutung.
Aktualisiert: 19. Juni 2026
Kaum ein Lebensbereich hat in den letzten Jahren so viele neue Vokabeln hervorgebracht wie das Dating. Ghosting, Situationship, Breadcrumbing, Soft Launch — wer heute über Kennenlernen, Apps und Beziehungen spricht, redet halb auf Englisch und stolpert ständig über Begriffe, die vor zehn Jahren noch niemand kannte. Das ist kein Zufall: Je mehr sich Dating ins Digitale verlagert hat, desto mehr brauchte es Worte für Verhaltensweisen, die es vorher in dieser Form gar nicht gab. Wer wegswipen kann, kann auch lautlos verschwinden — und für genau das gibt es jetzt einen Namen.
Das Gute daran: Sobald Du die Begriffe kennst, verlieren sie ihren Schrecken. Vieles, was nach mysteriösem Trend klingt, ist in Wahrheit ein altbekanntes Muster mit neuem Etikett. Dieses Glossar erklärt Dir die wichtigsten Dating-Begriffe in klaren Worten — sortiert nach Themen, mit Mini-Beispielen, und mit Verweisen auf unsere ausführlichen Ratgeber, wenn ein Begriff einen eigenen tiefen Blick verdient.
Plattform- und Kennenlern-Basics
Fangen wir bei den harmlosen Vokabeln an — den Begriffen rund um Apps, erste Kontakte und die frühe Phase des Kennenlernens.
Match. Ein Match entsteht, wenn sich zwei Personen auf einer Dating-App gegenseitig „geliked“ haben. Erst dann schaltet sich die Chatfunktion frei. Ein Match ist also kein Date und keine Zusage — nur ein gegenseitiges „grundsätzlich interessant“. Beispiel: Ihr habt beide nach rechts gewischt, jetzt könnt ihr schreiben.
Opener. Der Opener ist die allererste Nachricht nach einem Match — der Eröffnungszug. Ein guter Opener bezieht sich auf das Profil des anderen statt auf ein generisches „Hey :)“. Wie das gelingt, zeigt unser Ratgeber zur ersten Nachricht beim Online-Dating.
Eisbrecher. Das deutsche Pendant zum Opener, oft etwas breiter gemeint: alles, was ein Gespräch in Gang bringt — eine lockere Frage, ein Spruch, eine kleine Beobachtung. Manche Apps bieten sogar vorformulierte Eisbrecher an, damit der Anfang leichter fällt.
Talking Phase (Talking Stage). Die Phase zwischen erstem Kontakt und offizieller Verbindung: Man schreibt viel, lernt sich kennen, ist aber noch nichts. Die Talking Phase ist normal und gehört dazu — kritisch wird sie nur, wenn sie ewig dauert, ohne dass je ein Treffen oder eine Klärung folgt.
Soft Launch / Hard Launch. Begriffe aus der Social-Media-Welt. Beim Soft Launch deutet man die neue Beziehung in Stories oder Posts nur an — eine zweite Kaffeetasse im Bild, eine Hand am Bildrand, kein Gesicht. Beim Hard Launch macht man es offiziell: ein gemeinsames Foto mit klarer Ansage „Das ist mein Mensch.“ Der Soft Launch ist quasi der vorsichtige Testballon, bevor man sich öffentlich festlegt.
DTR — „Define the Relationship“. Das große Gespräch über den Status: Was sind wir eigentlich? Exklusiv oder offen? Beziehung oder weiter locker? Ein DTR-Gespräch klingt einschüchternd, ist aber das wirksamste Mittel gegen wochenlange Unklarheit. Wer sich davor drückt, landet schnell in einer Situationship (dazu später mehr).
NSA / Casual Dating. NSA steht für „No Strings Attached“ — eine Verbindung ohne Verpflichtungen, ohne Anspruch auf Exklusivität oder Zukunft. Casual Dating ist der breitere Oberbegriff für unverbindliches Daten. Beides ist völlig legitim, solange beide Seiten dasselbe wollen und offen darüber reden. Wie das fair funktioniert, behandelt unser Casual-Dating-Guide.
Hinhalten, Verschwinden und Wieder-Auftauchen
Jetzt wird es spannend — und ehrlich gesagt auch etwas frustrierend. Diese Begriffe beschreiben die vielen Spielarten, mit denen Menschen sich heute aus dem Staub machen oder andere in der Schwebe halten. Die englischen Namen klingen fast niedlich, das Verhalten dahinter ist es selten.
Ghosting. Der Klassiker: Eine Person bricht von einem Tag auf den anderen jeden Kontakt ab — keine Antwort, keine Erklärung, einfach weg, wie ein Geist. Gerade weil eine Erklärung fehlt, tut Ghosting so weh; das Gegenüber bleibt mit lauter offenen Fragen zurück. Die ganze Dynamik und der gesündeste Umgang damit stehen in unserem Ratgeber Ghosting & Funkstille.
Slow Fade. Die langsame, feige Variante des Ghostings. Statt eines klaren Schnitts wird der Kontakt schleichend ausgedünnt: Antworten kommen seltener, kürzer, unverbindlicher, bis er ganz einschläft. Der Slow Fade vermeidet das unangenehme Schlussgespräch — auf Kosten der anderen Person, die nie weiß, woran sie ist.
Breadcrumbing. Vom englischen „breadcrumbs“, den Brotkrümeln. Hier wird jemand mit sporadischen kleinen Aufmerksamkeiten hingehalten — eine nette Nachricht hier, ein Like auf ein altes Foto dort — ohne echtes Interesse an einem Treffen. Die Krümel reichen gerade aus, um die Hoffnung am Leben zu halten, führen aber nie zu einer Mahlzeit. Beispiel: Alle zwei Wochen ein „Hab an Dich gedacht :)“, aber jeder Treffenvorschlag verläuft im Sand.
Benching. Vom Sport entlehnt: jemanden auf der Ersatzbank parken. Die Person wird warmgehalten — freundlich, ab und zu ein Date —, aber nie eingewechselt, weil insgeheim auf eine vermeintlich bessere Option gewartet wird. Du bist Plan B, ohne es zu wissen.
Cushioning. Vom englischen „cushion“, dem Polster. Man hält sich, während man eigentlich schon in einer Beziehung oder kurz davor ist, ein paar Flirts „in Reserve“ — als Sicherheitskissen für den Fall, dass es schiefgeht. Cushioning ist eine Art emotionale Versicherung auf Kosten anderer und meist ein deutliches Zeichen mangelnder Verbindlichkeit.
Orbiting. Die Person hat den direkten Kontakt beendet (oft sogar geghostet), umkreist Dich aber weiter wie ein Satellit: schaut all Deine Stories an, liked Posts, bleibt digital präsent, ohne je wirklich zu schreiben. Das sendet widersprüchliche Signale — weg, aber doch irgendwie da.
Zombieing. Wenn ein „Geist“ von den Toten zurückkehrt. Jemand, der Dich vor Wochen oder Monaten geghostet hat, taucht plötzlich wieder auf, als wäre nichts gewesen: „Heyyy, lange her!“ Ohne Entschuldigung, ohne Erklärung — einfach zurück im Posteingang.
Caspering. Benannt nach dem freundlichen Gespenst. Die „nette“ Alternative zum Ghosting: Statt kommentarlos zu verschwinden, gibt die Person wenigstens eine kurze, ehrliche Absage, bevor sie geht. Immer noch ein Ende — aber ein höfliches. In der Welt der Verschwinde-Manöver gilt Caspering fast schon als Anstand.
Roaching. Ein unappetitlicher Begriff für ein unehrliches Verhalten: Jemand datet heimlich mehrere Menschen gleichzeitig und verschweigt das bewusst — getreu der Idee, dass dort, wo man eine Kakerlake sieht, viele weitere versteckt sind. Wird man darauf angesprochen, lautet die typische Ausrede: „Wir hatten doch nie gesagt, dass wir exklusiv sind.“
Manipulation und Warnsignale
Bei den folgenden Begriffen hört der Spaß auf. Sie beschreiben kein bloß nerviges, sondern teils gezielt schädliches Verhalten — von emotionaler Manipulation bis zu handfestem Betrug. Diese Vokabeln zu kennen, ist der beste Schutz.
Love Bombing. Das Überschütten mit übertriebener Zuneigung am Anfang: tägliche Liebeserklärungen, große Geschenke, Zukunftspläne nach wenigen Tagen, ständige Erreichbarkeit. Was sich wie ein Märchen anfühlt, ist oft eine Taktik, um schnell emotionale Abhängigkeit zu erzeugen — bevor die andere Seite ihr wahres Gesicht zeigt. Warum das so wirksam und so gefährlich ist, erklärt unser Ratgeber zum Love Bombing.
Catfishing. Jemand gibt sich online mit einer falschen Identität aus — fremde Fotos, erfundener Name, gefälschte Lebensgeschichte. Mal aus Einsamkeit oder Unsicherheit, oft aber mit betrügerischer Absicht. Woran Du ein gefälschtes Profil erkennst, zeigt unser Ratgeber Fake-Profile erkennen.
Love Scamming / Romance Scam. Die kriminelle Steigerung des Catfishings: Hinter dem Fake-Profil steckt ein organisierter Betrug, der von Anfang auf Geld zielt. Erst wird über Wochen Vertrauen und Verliebtheit aufgebaut, dann kommt die erste Notlage mit Geldbitte — und sie reißt nie ab. Wie diese Masche abläuft und wie Du Dich schützt, liest Du im Ratgeber Love Scamming.
Gaslighting. Eine perfide Form psychischer Manipulation: Das Opfer wird so lange in seiner Wahrnehmung verunsichert, bis es an sich selbst zweifelt. Sätze wie „Das habe ich nie gesagt“, „Du bildest Dir das ein“ oder „Du bist einfach zu sensibel“ sind typisch. Mit der Zeit verliert die betroffene Person das Vertrauen ins eigene Gedächtnis und Gefühl — ein massives Warnsignal.
Negging. Ein verkapptes Kompliment, das in Wahrheit herabsetzt: „Schönes Kleid — mutig, dass Du das trägst.“ Die Taktik soll das Selbstwertgefühl des Gegenübers gezielt ankratzen, um es gefügiger oder dankbarer für Aufmerksamkeit zu machen. Kein Flirt, sondern Manipulation in charmanter Verkleidung.
Red Flag. Ein Warnsignal — ein Verhalten, das auf tieferliegende Probleme hindeutet: Respektlosigkeit, Kontrollbedürfnis, Unehrlichkeit. Entscheidend ist, dass eine echte Red Flag meist ein Muster ist, kein einmaliger Ausrutscher. Die 15 wichtigsten Warnsignale haben wir im Ratgeber Red Flags gesammelt.
Green Flag. Das positive Gegenstück zur Red Flag: ein Zeichen für emotionale Reife und ehrliches Interesse. Verlässliche Kommunikation, echtes Zuhören, das Eingestehen von Fehlern, Respekt auch gegenüber Dritten. Wer bewusst auf Green Flags achtet, datet entspannter — und erkennt schneller, wer wirklich passt.
Beige Flag. Der jüngste Neuzugang und die harmloseste Flagge. Eine Beige Flag ist weder gut noch schlecht, sondern einfach… eigen: eine schrullige Angewohnheit oder eine langweilig-neutrale Eigenschaft, die einen kurz stutzen lässt, ohne ein echtes Warnsignal zu sein. Etwa ein Profil, das nur aus Wortwitzen besteht, oder die Eigenart, jeden Kaffee zu fotografieren. Beige Flags sind eher zum Schmunzeln als zum Sorgen.
Beziehungsformen und Status
Zum Schluss die Begriffe, die beschreiben, was zwei Menschen füreinander sind — oder eben gerade nicht klar sind.
Situationship. Eine romantische Verbindung ohne Definition: mehr als Freundschaft, aber ohne Label, ohne Absprache, ohne gemeinsame Zukunftsplanung. Man verhält sich wie ein Paar, ist aber keins — und niemand spricht es aus. Das Kennzeichen ist die Unklarheit, und die zermürbt auf Dauer meist genau die Person, die sich mehr wünscht. Wie Du da rauskommst und Klarheit schaffst, zeigt unser Ratgeber zur Situationship.
Friendzone. Der Zustand, in dem eine Person romantisch interessiert ist, die andere sie aber rein freundschaftlich sieht — und es dabei belassen will. „In der Friendzone landen“ heißt, als Freund:in geschätzt, als Partner:in aber nicht in Betracht gezogen zu werden. Ob und wie sich daran etwas ändern lässt — und warum man den Begriff nicht überdramatisieren sollte — behandelt unser Ratgeber zur Friendzone.
Exklusivität. Der Moment, ab dem zwei Menschen vereinbaren, sich nur noch miteinander zu treffen — der typische Schritt aus dem Casual Dating in Richtung Beziehung. Wichtig: Exklusivität entsteht durch ein Gespräch, nicht durch stilles Annehmen. Genau hier wird das DTR-Gespräch relevant.
Hinter fast jedem dieser englischen Begriffe steckt ein menschliches Bedürfnis oder eine menschliche Schwäche, die es immer schon gab: die Angst vor Konflikten, die Sehnsucht nach Bestätigung, die Bequemlichkeit, sich nicht festlegen zu wollen. Neu ist nur das Etikett — und die Leichtigkeit, mit der Apps all das ermöglichen.
Hinter den Anglizismen steckt meist ein altes Muster
Wenn Du jetzt das Gefühl hast, einen halben Sprachkurs hinter Dir zu haben: keine Sorge. Du musst nicht jedes dieser Wörter im Alltag benutzen. Der eigentliche Wert liegt darin, das Muster hinter dem Begriff zu erkennen. Ob es „Breadcrumbing“, „Benching“ oder „Slow Fade“ heißt, ist zweitrangig — entscheidend ist die simple Frage: Werde ich hier respektvoll und ehrlich behandelt, oder hält mich jemand hin? Die englischen Vokabeln sind nur eine Abkürzung für Erfahrungen, die Menschen beim Daten schon immer gemacht haben.
Und eine gute Nachricht zum Schluss: Viele dieser unschönen Muster lassen sich vermeiden, bevor sie überhaupt entstehen — nämlich durch die Wahl der richtigen Plattform. Wo Profile verifiziert sind und Menschen ihre Absichten offen angeben, gibt es weniger Catfishing, weniger Spielchen und mehr Klarheit von Anfang an. Welche Anbieter dabei am ehrlichsten und sichersten abschneiden, zeigt Dir unser Vergleich der Dating-Plattformen — damit Du Deine Energie ins Kennenlernen steckst statt ins Entschlüsseln von Funkstille.
Häufige Fragen
Häufige Fragen
01 Was bedeutet Ghosting?
Ghosting beschreibt den plötzlichen, kommentarlosen Kontaktabbruch: Eine Person meldet sich von einem Tag auf den anderen nicht mehr und reagiert auf nichts. Es ist einer der häufigsten Dating-Begriffe überhaupt — die ganze Dynamik erklären wir im eigenen Ratgeber zu Ghosting.
02 Was ist eine Situationship?
Eine Situationship ist eine romantische Verbindung ohne Definition — mehr als Freundschaft, aber ohne Label, Absprache oder gemeinsame Zukunftsplanung. Das Kennzeichen ist die Unklarheit. Was dahintersteckt und wie Du Klarheit bekommst, liest Du in unserem Ratgeber zur Situationship.
03 Was bedeutet Love Bombing?
Love Bombing ist das Überschütten mit übertriebener Zuneigung, Komplimenten und Zukunftsplänen am Anfang des Kennenlernens — mit dem Ziel, schnell emotionale Abhängigkeit zu erzeugen. Es ist eine Manipulationstaktik, kein Romantik-Bonus.
04 Was ist Breadcrumbing?
Breadcrumbing (von englisch 'breadcrumbs', Brotkrümel) meint das Hinhalten mit sporadischen kleinen Aufmerksamkeiten — eine Nachricht hier, ein Like dort — ohne echtes Interesse an einem Treffen oder einer Beziehung. Es hält die andere Person bei der Stange, ohne je verbindlich zu werden.