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LemonSwan kündigen — so beendest Du Deine Mitgliedschaft

LemonSwan kündigen: per Kündigungsbutton, Selfservice-Center oder E-Mail — wo Deine Frist steht, was ein Widerruf kostet und wie Du Daten löschst.

Aktualisiert: 30. September 2026

LemonSwan positioniert sich als Online-Partnervermittlung für Menschen, die es ernst meinen: ausführlicher Persönlichkeitstest, Partnervorschläge statt endlosem Swipen. Entsprechend verbindlich sind die Verträge, und entsprechend genau solltest Du hinsehen, wenn Du LemonSwan kündigen willst.

Die gute Nachricht: LemonSwan bietet gleich drei Kündigungswege an. Diese Anleitung erklärt alle drei, zeigt Dir, wo Deine persönliche Frist steht, was ein Widerruf in den ersten 14 Tagen kostet und warum Du nach dem Vertragsende auch an Deine Daten denken solltest. Grundlage sind die LemonSwan-AGB in der Fassung vom 26. Juni 2025 (Stand der Angaben: September 2026).

Das Wichtigste vorab

  • Drei Wege: Kündigungsbutton im Fußbereich der Website, Selfservice-Center im Profil oder E-Mail.
  • Frist: hängt von Deinem gebuchten Paket ab und steht in der Bestellbestätigung.
  • Gesetzlicher Rahmen: Bei Verträgen seit März 2022 höchstens ein Monat Frist zum Laufzeitende, nach einer Verlängerung monatlich kündbar.
  • Widerruf: 14 Tage ab Vertragsschluss, bei vorheriger Nutzung gegen anteiligen Wertersatz.
  • Nachweis: Bestätigung immer speichern.

Wer hinter LemonSwan steckt

Betreiber ist die LemonSwan GmbH aus Hamburg. Das ist gleich doppelt relevant: Du kündigst gegenüber einem deutschen Unternehmen, und es gilt deutsches Verbraucherrecht ohne Umwege, inklusive der Pflicht zum Kündigungsbutton und der Regeln für faire Laufzeiten.

Weg 1: der Kündigungsbutton

Im Fußbereich der LemonSwan-Website findest Du den Link „Vertrag kündigen“. Er führt zur gesetzlich vorgeschriebenen Kündigungsschaltfläche, die seit Juli 2022 jede Website anbieten muss, auf der Du laufende Verträge abschließen kannst.

  1. Öffne die LemonSwan-Website und scrolle ganz nach unten.
  2. Klicke auf „Vertrag kündigen“.
  3. Gib die Daten an, mit denen LemonSwan Dich zuordnen kann, vor allem Deine registrierte E-Mail-Adresse.
  4. Wähle die ordentliche Kündigung zum nächstmöglichen Termin.
  5. Bestätige die Kündigung und sichere die Bestätigungsseite als Screenshot oder PDF.

Nach dem Absenden muss LemonSwan Dir den Eingang sofort in Textform bestätigen, in der Regel per E-Mail. Hält sich ein Anbieter nicht an die Button-Pflicht, darfst Du laut § 312k BGB sogar jederzeit ohne Frist kündigen.

Weg 2: das Selfservice-Center im Profil

Eingeloggt findest Du in Deinen Profileinstellungen unter „Meine Mitgliedschaft“ das Selfservice-Center. Dort siehst Du Deine gebuchte Mitgliedschaft und kannst sie kündigen.

Dieser Weg hat einen Vorteil, den der Button nicht bietet: Du siehst gleichzeitig Laufzeit und Vertragsende und kannst direkt prüfen, ob die Kündigung korrekt verbucht wurde. Wer wissen will, bis wann er noch zahlt, ist hier an der richtigen Stelle.

Weg 3: Kündigung per E-Mail

Auch eine E-Mail an den Kundenservice ist laut AGB ein zulässiger Weg. Schreib von der Adresse, mit der Du registriert bist, und halte die Kündigung knapp und eindeutig:

Betreff: Kündigung meiner Mitgliedschaft

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit kündige ich meine kostenpflichtige Mitgliedschaft bei LemonSwan zum nächstmöglichen Zeitpunkt. Registrierte E-Mail-Adresse: [Adresse]. Bitte bestätigen Sie mir die Kündigung und das genaue Vertragsende.

Mit freundlichen Grüßen [Name]

Kommt innerhalb einer Woche keine Bestätigung, schick die E-Mail erneut, verweise auf das erste Sendedatum und nutze zusätzlich den Button. Doppelt gekündigt schadet nie, nicht gekündigt kostet Geld.

Wo Deine Kündigungsfrist steht

Die AGB von LemonSwan nennen keine pauschale Frist. Sie verweisen auf die produktbezogenen Vertragsinhalte, also auf die Bedingungen des Pakets, das Du konkret gebucht hast. Diese Angaben findest Du an zwei Stellen: in der Bestellbestätigung, die Du nach dem Kauf per E-Mail bekommen hast, und im Selfservice-Center unter „Meine Mitgliedschaft“.

Unabhängig vom Paket setzt das Gesetz klare Grenzen. Für Verträge, die seit dem 1. März 2022 geschlossen wurden, gilt nach § 309 Nr. 9 BGB:

  • Die Erstlaufzeit darf höchstens zwei Jahre betragen.
  • Die Kündigungsfrist zum Ende der Erstlaufzeit darf höchstens einen Monat betragen.
  • Eine stillschweigende Verlängerung ist nur noch auf unbestimmte Zeit zulässig, und dann kannst Du jederzeit mit einem Monat Frist kündigen.

Für ältere Verträge können noch die früheren Regeln gelten, etwa längere Verlängerungszeiträume. Maßgeblich ist dann, was in Deinem Vertrag steht.

Der einfachste Schutz vor ungewollten Verlängerungen: Kündige direkt nach dem Kauf, wenn Du nur die gebuchte Laufzeit nutzen willst. Bei einer ordentlichen Kündigung geht Dir die bezahlte Zeit dadurch in der Regel nicht verloren. Mehr zu Fristen, Verlängerungen und Abo-Fallen steht im Ratgeber Dating-Abo kündigen.

Widerruf: 14 Tage und die Frage nach dem Persönlichkeitstest

Innerhalb von 14 Tagen ab Vertragsschluss kannst Du den Vertrag ohne Begründung widerrufen. Hast Du die Mitgliedschaft in dieser Zeit bereits genutzt, darf LemonSwan laut AGB einen angemessenen Betrag verlangen, der den bis dahin erbrachten Leistungen entspricht.

Bei Partnervermittlungen dreht sich der Streit dabei oft um den Persönlichkeitstest. Anbieter argumentierten früher gern, die Auswertung sei gleich zu Beginn vollständig erbracht und deshalb voll zu bezahlen. Der Europäische Gerichtshof hat dem 2020 enge Grenzen gesetzt (Rechtssache C-641/19). Der Wertersatz wird grundsätzlich anteilig aus dem Gesamtpreis berechnet, nach dem Verhältnis der genutzten Zeit zur gesamten Vertragsleistung. Eine Einzelleistung darf nur dann voll angesetzt werden, wenn der Vertrag sie ausdrücklich gesondert ausweist, ihr Preis separat angegeben ist und sie gleich zu Beginn vollständig erbracht wird.

Praktisch heißt das: Prüf bei einer Wertersatzforderung, ob sie zeitanteilig berechnet ist. Liegt sie deutlich darüber, frag schriftlich nach der genauen Berechnung und der Vertragsgrundlage.

Ein vereinfachtes Rechenbeispiel mit ausgedachten Zahlen: Kostet eine Mitgliedschaft über zwölf Monate 360 Euro und widerrufst Du nach zehn Tagen, entspricht ein zeitanteiliger Wertersatz grob zehn von 365 Tagen, also rund zehn Euro. Verlangt ein Anbieter in so einer Situation einen dreistelligen Betrag, ist eine schriftliche Nachfrage mehr als angebracht.

So widerrufst Du: am einfachsten per E-Mail mit einem eindeutigen Satz wie „Hiermit widerrufe ich den am [Datum] geschlossenen Vertrag.“ Entscheidend ist, dass Du innerhalb der 14 Tage absendest.

Wenn trotz Kündigung abgebucht wird

Ist trotz bestätigter Kündigung Geld abgegangen, widersprich schriftlich, verweise auf Deine Bestätigung und fordere die Erstattung mit einer Frist von 14 Tagen. Eine SEPA-Lastschrift kannst Du innerhalb von acht Wochen bei Deiner Bank zurückbuchen lassen. Kläre die Sache aber parallel mit dem Anbieter, denn eine berechtigte Forderung bleibt bestehen.

Mahnungen oder Inkassoschreiben solltest Du nie ignorieren. Widersprich unberechtigten Forderungen schriftlich, und reagiere auf einen gerichtlichen Mahnbescheid innerhalb von zwei Wochen mit einem Widerspruch. Die Verbraucherzentralen helfen gegen eine überschaubare Gebühr weiter.

Typische Stolpersteine

Die meisten Probleme beim Kündigen entstehen nicht durch den Anbieter, sondern durch kleine Versäumnisse. Diese vier Punkte solltest Du im Blick behalten:

  • Falsche Absenderadresse. Kommt Deine E-Mail von einer anderen Adresse als der, mit der Du registriert bist, kann der Kundenservice Dich nicht zuordnen. Dann bleibt die Kündigung liegen, bis Du reagierst, und die Frist läuft weiter.
  • Keine Bestätigung abgewartet. Eine Kündigung ohne Bestätigung ist im Streitfall schwer zu beweisen. Wer nach einer Woche nichts gehört hat, sollte nachhaken, statt auf das Beste zu hoffen.
  • Laufzeit falsch gelesen. Viele verwechseln das Datum des Vertragsschlusses mit dem Ende der Laufzeit. Maßgeblich ist das Vertragsende im Bereich „Meine Mitgliedschaft“.
  • App-Kauf übersehen. Hast Du über einen App-Store bezahlt, läuft die Abrechnung über Apple oder Google. Dort musst Du auch kündigen, sonst wird trotz Kündigung bei LemonSwan weiter abgebucht.

Kurz gesagt: eine Kündigung, ein Nachweis, eine Kontrolle am Stichtag. Mehr braucht es nicht, wenn Du die Reihenfolge einhältst.

Nach dem Vertragsende: Deine Daten

Bei einer Partnervermittlung mit ausführlichem Persönlichkeitstest kommt einiges an Daten zusammen: Antworten zu Werten und Lebensplanung, Fotos, Nachrichten, oft auch Angaben zur sexuellen Orientierung. Letztere gehören nach der DSGVO zu den besonders geschützten Daten.

Die Kündigung beendet den Vertrag über die bezahlte Mitgliedschaft. Was mit Deinem Profil passiert, hängt davon ab, ob Du es zusätzlich löschst. Willst Du sichergehen, verlange vorher schriftlich eine Auskunft nach Artikel 15 DSGVO, was gespeichert ist, und danach die Löschung nach Artikel 17. Wie Du beides durchsetzt, erklärt der Ratgeber Datenschutz beim Online-Dating.

Die Suche neu ausrichten

Nicht jede Kündigung heißt, dass die Partnersuche vorbei ist. Vielleicht passt eine andere Form einfach besser. Die Unterschiede zwischen Partnervermittlung, Singlebörse und App erklärt Singlebörse oder Dating-App?, und wer jenseits der 50 sucht, findet in Partnersuche ab 50 passende Tipps.

Plattformen für die ernsthafte Partnersuche findest Du in der Kategorie Beziehung. Im Dating-Seiten-Vergleich siehst Du alle getesteten Anbieter mit Trust-Score, Preisen und Konditionen nebeneinander.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

01 Wie kündige ich LemonSwan?

Du hast drei Wege: den Link Vertrag kündigen im Fußbereich der Website, das Selfservice-Center in Deinen Profileinstellungen unter Meine Mitgliedschaft oder eine E-Mail an den Kundenservice. Speichere in jedem Fall die Bestätigung. Hast Du über einen App-Store bezahlt, kündigst Du dort.

02 Welche Kündigungsfrist gilt bei LemonSwan?

Die Frist richtet sich laut AGB nach den produktbezogenen Vertragsinhalten, also nach dem Paket, das Du gebucht hast. Du findest sie in Deiner Bestellbestätigung und im Bereich Meine Mitgliedschaft. Für Verträge seit März 2022 gilt gesetzlich: höchstens ein Monat Frist zum Laufzeitende, nach einer Verlängerung jederzeit mit einem Monat Frist kündbar.

03 Kann ich LemonSwan widerrufen?

Ja, innerhalb von 14 Tagen ab Vertragsschluss und ohne Begründung. Hast Du die Mitgliedschaft in dieser Zeit schon genutzt, darf LemonSwan einen angemessenen Betrag für die bereits erbrachten Leistungen verlangen. Er richtet sich nach dem Anteil an der gesamten Vertragsleistung und wird grundsätzlich anteilig aus dem Gesamtpreis berechnet.

04 Was passiert mit meinen Daten nach der Kündigung?

Die Kündigung beendet den Vertrag über die bezahlte Mitgliedschaft. Was mit Deinem Profil geschieht, hängt davon ab, ob Du es zusätzlich löschst. Willst Du sichergehen, verlange schriftlich die Löschung Deiner Daten nach Artikel 17 DSGVO. Bei einer Partnervermittlung mit ausführlichem Persönlichkeitstest lohnt sich das besonders.